Die Pfarrkirche St. Ulrich in Seeg gilt als eine der schönsten Rokokokirchen des Allgäus. „Die kleine Wies“, so schwärmte schon der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Professor Dr. Theodor Heuß, bei seinen Besuchen Anfang der 50-er Jahre. 2004 besuchte Bundespräsident Dr. Horst Köhler mit Gattin unsere Kirche. Beide waren äußerst angetan von der Schönheit dieses Gotteshauses. Um diese Schönheit auch für die Zukunft zu bewahren wurde die Kirche gründlich restauriert und am 02. Dezember 2007 wiedereröffnet.
Als Baumeister dieser Kirche gilt der Füssener Johann Jakob Herkomer (1652 - 1717), dessen Vater und Großvater aus Seeg stammten. Die Fresken und Bilder stammen großenteils von Johann Baptist Enderle, u.a. das Deckengemälde im Hauptschiff „Schlacht bei Lepanto“ und das Fresko „David und Abigail“ über der Empore. Das Deckenfresko im Chorraum („Schlacht auf dem Lechfeld“) und das rechte Seitenaltarbild sind von Balthasar Riepp. Den Stuck gestaltete Andreas Henkel.
Restaurierung
Beginn im Jahr 2000/2001 mit einer restauratorischen Befunduntersuchung. 2002 - 2004 wurde das Konzept und ein Finanzierungsplan aufgestellt. Im Herbst 2004 begannen die Arbeiten mit Reinigung und Freilegung der Wand und Deckenflächen, der Stuckornamenten, die Orgel wurde ausgebaut und die Empore statisch verstärkt. Im Frühjahr 2005 begann die Restaurierung der Raumschale und der Kirchenfenster in vollem Umfgang. 2006 erfolgte die Restaurierung von Altären, Kanzel und Figuren. Stabilisiert wurden die einsturzgefährdeten Emporen. Die Orgel wurde ausgebaut und gleichzeitig völlig überholt. Die Kommunionbank und die Beichtstühle wurden restauriert. Im Sommer 2007 wurden die letzten Gerüste entfernt. Der Sockelbereich der Altäre wurde restauriert und letzte Figuren und Gemälde kehrten in die Kirche zurück. Die neue Beleuchtung (Glas-Kronleuchter) wurde installiert. Im Oktober 2007 wurde die Orgel fertiggestellt. Ende 2007 wurde die Neugestaltung der Sakristei fertiggestellt.
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Mit freundlicher Genehmigung des Autors THEODOR ALBERTUS MAGNUS FREY