800 - 1000 n. Chr. war Seeg eine der 9 Zentenen im Keltensteingau. 1138 – 1147 erste urkundliche Nennung Seegs; der Ministeriale Suuiker de Seekka bezeugte in Weihenstephan eine Urkunde, in der Amtszeit des Abtes Sigmar. Die Söhne waren Adalgos + Gerbold (Schreibweise auch Swigger da Seekka oder Siutger). Sie sind die namentlich als 1. bezeichneten Seeger. Schreibweise für Seeg: Seekka = älteste Nennung, Seeggi, Secke, Seigg, Sögke.
1627/28 wütete die Pest in Seeg, etwa 750 Menschen starben. 1635 raffte die Pest abermals Hunderte hinweg. Die Kirche, der Pfarrhof und fast der ganze Ort brannten nieder, angezündet durch die kaiserlichen Truppen des Generalfeldmarschalls von der Golz.
1669 wurde die wieder instand gesetzte Kirche eingeweiht. 1725 wurde die umgestaltete und vergrößerte Kirche erneut geweiht. Am 1.6.1889 erfolgte die Aufnahme des Bahnbetriebes Marktoberdorf – Füssen (am 29.4.86 gestattete der bayerische Landtag den Bau der Lokalbahn). 1894 erfolgte die Gründung des Verschönerungsvereines.
1951 erhielt die Gemeinde Seeg ihr Wappen. Der Füssener Ratsherr Andreas Segger (um 15. Jhdt.) führt als Wappen den Kahn mit dem Segel (Landesbibliothek Weimar). Dieser Kahn mit dem Segel war die Grundlage für alle von den Nachfahren der Segger geführten Wappen. Im Wiener Staatsarchiv befindet sich eine Urkunde mit dem Wappen des Hanns Segger auf dem Siegel; sie ist am 24.3.1514 ausgestellt. Das Seeger Wappen wurde am 23.9.1951 von bayerischen Staatsministerium des Innern verliehen. Dieses Wahrzeichen weist auf eine seenreiche Gegend hin, die Farben Rot und Silber deuten auf die frühere Zugehörigkeit der ganzen Gegend zum Hochstift Augsburg, dessen Wappenfarben dieselben gewesen sind. So versinnbildlicht das Wappen die Eigenart der Lage des Ortes und die einstige vielhundertjährige Territorialzugehörigkeit. Auch erinnert das Wappen mit dem senkrecht stehenden Mast an die ersten namentlich bekannten Seeger. Auch spätere Nachfahren wie der Füssener Ratsherr Seeker führten als Wappen ebenfalls einen Kahn mit dem Segel.