Niederschrift des Gemeinderates Seeg vom 21.06.2010 im Gemeindeamt Seeg
Bürgermeister Rinderle informierte über eine Bauanfrage für ein Windrad. Es handelt sich "um eine neue Generation von Windrädern", betonte er, die gem. Auskunft des Landratsamtes zu den privilegierten Bauvorhaben gehören und damit auch im Außenbereich zulässig sind. Der Regionalplan mit dem Ausschlussgebiet steht so einem Vorhaben ebenfalls nicht entgegen, da diese Art von Windrädern lediglich eine Höhe von 14 Metern aufweist und eine geringe Geräuschentwicklung, die bei ca. 25 Dezibel liegt, haben. Trotzdem ist solch ein Windrad genehmigungspflichtig, da beispielsweise geprüft werden muss, wie weit es vom nächsten Wohnhaus entfernt ist. Bisher wurde lt. Gudrun Hummel, Leiterin der Abteilung Bauen und Umwelt noch kein vergleichbares Modell im Ostallgäu errichtet, in Rudratshofen liegt jedoch auch eine Anfrage für solch ein Windrad vor.
An Wegeunterhaltsarbeiten ist derzeit geplant den Feldweg westlich des Viehweidbäcks, die Straße zwischen Lobach und Burk und die Zufahrt zur Jodquelle mit Hilfe von Fräsgut zu sanieren. Kostenträger sind hier die Gemeinde und die betroffenen Anlieger. Bei der Straße zur Jodquelle handelt es sich um eine Gemeindestraße. Hier kommen an Kosten auf die Gemeinde ca. 5.000 Euro zu. Die Aufträge wurde an die Fa. Schneider vergeben.
Bezüglich des Projekts "Honigdorf Seeg", das bereits bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt wurde, übernimmt die Gemeinde die Trägerschaft. Die <st1:PersonName>Verwaltung</st1:PersonName> wurde beauftragt einen Antrag auf Fördermittel aus dem Leader-Programm zu stellen. Das Konzept wurde überwiegend bereits erarbeitet, ein Teil davon ist beispielsweise die Planung zum Kinderspielplatz im Dorfanger, der mit dem Thema Bienen und Honig zu tun haben wird. Lediglich die Planung und Kostenschätzung für eine Schauimkerei fehlt noch. Der Vorsitzende des Seeger Imkervereins, Simon Nuschele, sagte die Unterstützung der Imker zu. Mehrere Imker aus Seeg und aus den umliegenden Orten wollen das Projekt unterstützen, einige durch Führungen in der geplanten Schauimkerei und andere durch Vermarktung des Honigs in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein. Das Interesse und die Beteiligung verschiedener Vereine und mehrerer Geschäftsleute aus Seeg an dem Projekt Honigdorf Seeg waren bei der Versammlung sehr positiv. Im Haushalt 2012 hat der Gemeinderat 30.000 Euro für die Errichtung einer Schauimkerei veranschlagt. Bürgermeister Rinderle hielt es für denkbar, dass diese im Gebäude des Heimatmuseums untergebracht werden könnte, da dort eine Wohnung mit 110 Quadratmetern in nächster Zeit frei wird. Eine endgültige Entscheidung ist diesbezüglich jedoch noch nicht gefallen.